Ferrocarril und Tranvía de Sóller - Eisenbahn und Strassenbahn von Mallorca: Eine fotographische Streckendokumentation sowie Führerstandsmitfahrt zwischen Palma de Mallorca und Port de Sóller

Ferrocarril und Tranvía de Sóller - Eisenbahn und Strassenbahn von Mallorca: Eine fotographische Streckendokumentation sowie Führerstandsmitfahrt zwischen Palma de Mallorca und Port de Sóller

25. Mai 2019

Im Buchhandel gibt es einen außergewöhnlichen Bildband, der eine fotographische Streckendokumentation sowie Führerstandsmitfahrt zwischen Palma de Mallorca und Port de Sóller beinhaltet. Auf insgesamt 80 Fotographien sind rollendes Material, die schönsten Streckenabschnitte aus Sicht der Lokführer und Straßenbahnfahrer sowie Bahnhöfe und Stationen erfaßt.

Die Schmalspur-Eisenbahnbahn, die „Ferrocarril de Sóller“, sowie die Strassenbahn, die „Tranvía de Sóller“, sind eine der vielen Attraktionen für Touristen und Urlauber auf der Insel Mallorca. Seit über 100 Jahren sind spezielle Zuggarnituren, Triebwagen mit Beiwagen und Waggons zwischen der Inselhauptstadt Palma de Mallorca und dem Hafen Port de Sóller unterwegs, die größtenteils vom Maschinenbauunternehmen „Carde y Escoriaza“ aus in Saragossa hergestellt wurden und mit deutscher Elektrotechnik der Siemens-Schuckertwerke aus Berlin ausgestattet sind.

Der Fahrbetrieb auf der knapp 30 Kilometer langen eingleisigen Schmalspurstrecke ist so getaktet, dass sich der Zug aus Palma und der Gegenzug aus Sóller am Bahnhof in Bunyola treffen. Ab Bunyola überwinden die Züge mehrere 100 Höhenmeter über Kehrschleifen und durch Kehrtunnel. Eine weitere Zugbegegnung findet am Haltepunkt „Mirador del Pujol d’en Banya“ statt. Die Züge durchfahren insgesamt 13 Tunnel und überqueren den 52 Meter langen Viadukt „Cinc Ponts“ bzw. „Viaducte de Monreals“.

Eisenbahn und Strassenbahn von Mallorca
ISBN: 978-1-0999-3396-7
» https://www.amazon.de/dp/109993396X
Ferrocarril und Tranvía de Sóller
1. Auflage, 2019, 80 Fotographien


Wasserflughafen von Venedig (Idroscalo di Sant'Andrea)

Wasserflughafen von Venedig (Idroscalo di Sant'Andrea)

20. Mai 2019

Als ab dem Jahre 1913 die ersten Wasserflugzeuge in Europa zum Einsatz kamen, suchte auch das italienische Militär nach einem geeigneten Standort für einen Fliegerhorst. Die Wahl für die italienische Marinefliegerei fiel auf die Lagunenstadt Venedig, die insbesondere wegen ihrer geographischen und topographischen Lage als strategisch vorteilhaft galt. Vorerst entstand auf der venezianischen Basis nur eine Werkstatt und Flugzeugwerft, in der neben der einfachen Montage von französischen Flugzeugen, die von der italienischen Marine gekauft wurden, auch eigene Luftfahrzeugmuster gebaut wurden.

Am 25. April 1913 wurde schließlich die italienische Marinefliegerei mit Gründung der ersten Staffel von Wasserflugzeugen in der Lagune geboren. Bereits wenige Monate später veranlaßte die Entwicklung der Luftfahrtaktivitäten die Marine dazu, die Werkstatt und Werft auf eine neue Basis zu verlegen. Dies sollte im Jahre 1914 die Insel Vignole sein, die nur durch einen schmalen Kanal von der Insel Sant'Andrea entfernt liegt. Während des Ersten Weltkrieges wurde der Wasserflughafen von Venedig, der „Idroscalo di Sant'Andrea“, intensiv für Starts und Landungen italienischer und französischer Flugzeuge genutzt. Von Sant'Andrea aus wurden zahlreiche Aufklärungsmissionen und Bombardierungen feindlicher Stellungen geflogen; ebenso erwies sich der Standort inmitten der Lagune im Rahmen der Verteidigung der Stadt als äußerst wirkungsvoll.

In Italien verlief die Entwicklung der Zivilluftfahrt aufgrund der schwierigen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen nach dem Ersten Weltkrieg langsamer als im übrigen Europa. Dennoch wurde eine der ersten Fluggesellschaften, nämlich die „Transadriatica“ in Venedig geboren. Die Entscheidung, von Venedig aus zu operieren, war einmal mehr aufgrund der vorteilhaften, geographischen Lage an der Kreuzung der Flugrouten zwischen Ost- und Nordeuropa und den südlichen Alpen sowie zwischen Mitteleuropa und Westeuropa getroffen worden.

Weil sich die „Transadriatica“ auf Land-Land-Flugverbindungen beispielsweise nach Wien, Graz und München konzentrierte, nutze sie den Flugplatz Venedig-Lido bzw. „Aeroporto di Venezia-Lido Giovanni Nicelli“, der ursprünglich als „Aeroporto di Venezia San Nicolò“ bezeichnet wurde. So startete am 18. August 1926 das erste italienische Verkehrsflugzeug von San Nicolò über Klagenfurt nach Wien. Der „Aeroporto di Venezia San Nicolò“ war der erste Flughafen Italiens und war bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges - neben dem Flughafen der Hauptstadt Rom - der zweitwichtigste Flughafen für den Passagier- und Frachtverkehr.

Anders als die „Transadriatica“ konzentrierte sich die Fluggesellschaft „Società Italiana Servizi Aerei“ (SISA) vornehmlich auf Flugverbindungen mit Wasserflugzeugen. Von den Standorten Turin, Pavia, Triest wurde der Wasserflugplatz „Idroscalo di Sant'Andrea“ angeflogen. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde der Wasserflughafen Venedigs sowohl für die militärische als auch für die zivile Luftfahrt mit Flugbooten genutzt. Da jedoch der Landflughafen „Aeroporto di Venezia San Nicolò“ aufgrund der begrenzten Größe der Start- und Landebahn und seiner leicht zu identifizierenden, geographischen Lage keinen strategischen Vorteil bot, wurde die Insel Sant'Andrea bereits in den ersten Kriegsmonaten fortan nur noch militärisch genutzt. Obgleich nach dem Zweiten Weltkrieg keine Flugboote mehr zum Einsatz kamen, verblieb der „Idroscalo di Sant'Andrea“ in militärischer Hand. Die gesamte Insel wurde zu einer Basis der amphibischen Truppen der italienischen Armee, der sogenannten „Lagunari“, umgewandelt.


Wasserflughafen von Turin (Idroscalo di Torino)

Wasserflughafen von Turin (Idroscalo di Torino)

20. Mai 2019

Der Wasserflughafen in Turin, der „Idroscalo di Torino“, war - ebenso wie der „Idroscalo di Pavia“ - ein Wasserflugplatz, der von der ersten italienischen Fluggesellschaft, der „Società Italiana Servizi Aerei“ (SISA), für die Flugroute von Turin nach Triest betrieben und bedient wurde. Der Hangar in Turin wurde im Jahre 1926 am Fluß Po zwischen der „Ponte Umberto“ und der „Ponte Isabella“ gebaut und war mit einer Fenstergalerie an den Seiten ausgestattet. Das Bauwerk war auf Stahlbetonmasten im Flußbett fest verankert und mit einem Steg, der zum Ufer des Flusses führte, verbunden. Die Wasserung bzw. das Hangagieren der Flugzeuge erfolgte über eine große Rutsche an der Stirnseite des Gebäudes.

Die Eröffnung fand am 1. April 1926 statt. Der Flughafen blieb unter der Leitung der SISA vorerst bis zum Jahre 1942 in Betrieb. Als die SISA und andere italienischen Fluggesellschaften im Rahmen des Zweiten Weltkrieges auf Befehl von Benito Mussolini militarisiert wurden und in die „Servizi Aerei Speciali“ (SAS) überführt wurden, ist der Flugplatz fortan von der „Società Aerea Mediterranea“ betrieben worden. Knapp zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hangar im Jahre 1954 vollständig abgerissen. Heute erinnert nur noch eine Gedenktafel am Flußufer an den ehemaligen Wasserflugplatz.


Wasserflughafen von Triest (Idroscalo di Trieste)

Wasserflughafen von Triest (Idroscalo di Trieste)

20. Mai 2019

Parallel zu den Wasserflugplätzen in Pavia, Turin und Venedig betrieb und bediente die italienische Fluggesellschaft „Società Italiana Servizi Aerei“ (SISA) auch den Wasserflughafen in Triest, den „Idroscalo di Trieste“. Am 1. April hatte die SISA ihre Linienflüge mit Wasserflugzeugen von Triest aus aufgenommen und damit den Grundstein für den regulären Zivilluftfahrtverkehr in Italien gelegt. Während die Flugboote im April 1926 noch an der Mole festmachten und aus dem Hafenbecken heraus starteten, wurde im September 1926 ein schwimmender Hangar genutzt.

Anfang der 1930‘er Jahre entstand jedoch das Problem, in Triest eine Infrastruktur zu errichten, die den Bedürfnissen des aufkommenden Luftverkehrs gerecht wurde. So wurde bereits im Oktober 1931 mit dem Bau eines „richtigen“ Hangars begonnen, der mit zwölf Schiebetüren versehen, insgesamt 80 Meter lang, 35 Meter breit und 11 Meter hoch war. Zusätzlich wurde ein Kran auf der Seeseite installiert, um Flugzeuge zu wassern bzw. an Land zu hangagieren. Südlich des Hangars wurde ein großes Gebäude errichtet, in dem sich Wartezimmer für Passagiere, Büros und sonstige technische Einrichtungen befanden. Heute existiert der Wasserflughafen in Triest nicht mehr. In dem 1931 errichteten Gebäude hat die Triester Küstenwache, die „Guardia Costiera di Trieste“, ihren aktuellen Sitz.


Wasserflughafen von Pavia (Idroscalo di Pavia)

Wasserflughafen von Pavia (Idroscalo di Pavia)

20. Mai 2019

Der Wasserflughafen in Pavia, der sogenannte „Idroscalo di Pavia“ war ein Wasserflugplatz, der von der ersten italienischen Fluggesellschaft für den Personenverkehr, der „Società Italiana Servizi Aerei“ (SISA), für die Flugstrecke zwischen Turin und Triest betrieben und bedient wurde. Der Wasserflugplatz in Pavia wurde auf der Flugverbindung zwischen Turin und Triest aus strategischen Gründen eingerichtet, um dort mit den Flugzeugen zwischentanken sowie Fracht und Luftpost für das nahegelegene Mailand sortieren zu können.

Mit dem Bau des Hangars wurde im Frühjahr 1926 begonnen. Zur Einweihungsfeier am 1. April 1926 erfolgte der Erstflug mit einem kleinen, einmotorigen Doppeldecker, wobei die Route von Pavia bis Venedig und anschließend bis nach Triest verlief. Der Jungfernflug dauerte etwa fünf Stunden und erstreckte sich über eine Distanz von 574 Kilometern. Bereits im Oktober 1926 wurde der Wasserflugplatz in Pavia für die zweite Flugverbindung der SISA genutzt, die von Pavia über Venedig bis nach Zadar im Süden Kroatiens führte.

Der Flughafen bestand im Wesentlichen aus einem Hangar mit Fenstergalerie an den Seiten, der auf Stahlbetonmasten im Flußbett verankert war. Die Wasserung bzw. das Hangagieren der Flugzeuge erfolgte über die große Rutsche. Der Wasserflughafen blieb unter der Leitung der SISA vorerst bis zum Jahre 1942 in Betrieb. Als die SISA und andere italienischen Fluggesellschaften im Rahmen des Zweiten Weltkrieges auf Befehl von Benito Mussolini militarisiert wurden und in die „Servizi Aerei Speciali“ (SAS) überführt wurden, ist der Wasserflugplatz von der „Società Aerea Mediterranea“ betrieben worden.

Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis ins Jahr 1981 war der Flugplatz in Betrieb, wurde dann schließlich offiziell geschlossen. Nach einer ersten Teilsanierung im Jahre 1992 wurde der Hangar im Jahre 1999 von Privatpersonen aufgekauft. Seit November 2017 existiert der Plan, das Bauwerk wiederherzustellen und in ein Restaurant für Touristen umzufunktionieren.


Marinefliegerhorst und Wasserflugplatz Schellingwoude (Marinevliegkamp Schellingwoude)

Marinefliegerhorst und Wasserflugplatz Schellingwoude (Marinevliegkamp Schellingwoude)

20. Mai 2019

Der Marinefliegerhorst Schellingwoude war ein Flughafen für Wasserflugzeuge der Königlich Niederländischen Marine auf der künstlichen Insel Zeeburg im IJsselmeer östlich von Amsterdam. Der Marinehafen bzw. das „Marinevliegkamp Schellingwoude“ wurde nach dem gleichnamigen Dorf Schellingwoude benannt, das unmittelbar nördlich von der Insel entfernt liegt. Ursprünglich richtete die Königlich Niederländische Marine im Jahre 1916 auf der Insel Zeeburg ein Fluglager ein. Zunächst existierte lediglich ein einfacher Holzschuppen als Hangar für Flugboote. Im Jahre 1922 wurde ein neuer Hangar aus Beton und Steinen gebaut, so dass der alte Holzschuppen nur noch als Werkstatt genutzt wurde.

Der Wasserflughafen wurde sowohl für die militärische als auch für die zivile Luftfahrt genutzt. Darüber hinaus war dort auch der Hersteller Fokker („Nederlandsche Vliegtuigenfabriek Fokker“) untergebracht, um dort neue Wasserflugzeuge zu testen. Da der Hafen nicht vollständig von der Marine genutzt wurde, gab es ab dem Jahre 1928 verstärkt zivile Flüge. Nachdem die Wehrmacht am 10. Mai 1940 die Niederlande überfiel und besetzte, entwickelte sich Schellingwoude im Zweiten Weltkrieg zur wichtigsten Basis des Seenotdienstes der deutschen Kriegsmarine. Etwa 25 Flugzeuge waren im dortigen Seefliegerhorst stationiert, wobei die Luftfahrzeugmuster „Heinkel He 59“ und „Dornier Do 24“ als Rettungsflugzeuge eingesetzt wurden.

Während des Krieges wurde der Marinefliegerhorst Schellingwoude mehrfach bombardiert und von Luftangriffen der Alliierten heimgesucht. Allerdings entstanden keine größeren Schäden, so dass das gesamte Gelände nach dem Zweiten Weltkrieg bis Anfang der 1980‘er Jahre unter der Kontrolle des niederländischen Verteidigungsministeriums statt. Bis zum Jahre 1963 befanden sich in Schellingwoude der Geheimdienst und die Feuerwehr-Schule der Marine. In den 1980’er und 1990’er Jahren wurde das gesamte Areal als Lagerstätte genutzt. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die gesamte Insel durch den Bau ziviler Infrastruktur gänzlich verändert. Sämtliche militärischen Gebäude der alten Marinestation wurden abgerissen. Lediglich das Eingangstor und drei verbliebene deutsche Bunker erinnern heute noch an die frühere Nutzung.


Webcam Flugplatz Aschaffenburg-Großostheim (EDFC)

Webcam Flugplatz Aschaffenburg-Großostheim (EDFC)

16. Mai 2019

Die Webcam am Flugplatz Aschaffenburg wird von der Ultraleicht-Flugschule von Georg Rauch und Elvira Rauch zur Verfügung gestellt. Die Kamera befindet sich im Bürogebäude der Flugschule und ist in die Himmelsrichtung Süd-Ost ausgerichtet, so dass im Hintergrund der Spessart zu sehen ist.

Bildquelle: Flight Update GmbH


Webcam Flugplatz Marburg-Schönstadt (EDFN)

Webcam Flugplatz Marburg-Schönstadt (EDFN)

16. Mai 2019

Die Webcam auf dem Flugplatz Marburg-Schönstadt (EDFN) wird vom Kurhessischen Verein für Luftfahrt betrieben, wo Pennula Mitglied ist. Dem Flugplatz Marburg-Schönstadt (EDFN) wurde übrigens die neue Frequenz 134.915 MHz zugewiesen. Die Frequenz ist seit dem 6. Dezember 2018 zwingend zu rasten, weil die alte Platzfrequenz nicht mehr aktiv ist.

Bildquelle: Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.V.