Wasserflughafen von Turin (Idroscalo di Torino)

Wasserflughafen von Turin (Idroscalo di Torino)

20. Mai 2019

Der Wasserflughafen in Turin, der „Idroscalo di Torino“, war - ebenso wie der „Idroscalo di Pavia“ - ein Wasserflugplatz, der von der ersten italienischen Fluggesellschaft, der „Società Italiana Servizi Aerei“ (SISA), für die Flugroute von Turin nach Triest betrieben und bedient wurde. Der Hangar in Turin wurde im Jahre 1926 am Fluß Po zwischen der „Ponte Umberto“ und der „Ponte Isabella“ gebaut und war mit einer Fenstergalerie an den Seiten ausgestattet. Das Bauwerk war auf Stahlbetonmasten im Flußbett fest verankert und mit einem Steg, der zum Ufer des Flusses führte, verbunden. Die Wasserung bzw. das Hangagieren der Flugzeuge erfolgte über eine große Rutsche an der Stirnseite des Gebäudes.

Die Eröffnung fand am 1. April 1926 statt. Der Flughafen blieb unter der Leitung der SISA vorerst bis zum Jahre 1942 in Betrieb. Als die SISA und andere italienischen Fluggesellschaften im Rahmen des Zweiten Weltkrieges auf Befehl von Benito Mussolini militarisiert wurden und in die „Servizi Aerei Speciali“ (SAS) überführt wurden, ist der Flugplatz fortan von der „Società Aerea Mediterranea“ betrieben worden. Knapp zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hangar im Jahre 1954 vollständig abgerissen. Heute erinnert nur noch eine Gedenktafel am Flußufer an den ehemaligen Wasserflugplatz.