Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft, Garmin GPS Geräte sind eine echte Hilfewww.Pennula.de

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Ein Straßennavigationsgerät im Flugzeug

Im Grunde genommen ist der nachstehende Bericht mehr oder weniger als eine Erklärung einer Spielerei und nicht wirklich als ein Bericht über ein vollwertiges Navigationssystem in einem Flugzeug zu verstehen. Doch die Idee, ein normales Navigationsgerät für den Straßenverkehr im Flugzeug zu nutzen, ist - je nach Anwendung - gar nicht einmal so abwegig.

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Als ich vor einigen Wochen mit einem Fliegerkamerad unterwegs war, lobte ich auf den ersten Blick sein Cockpit und meinte: "Oh, Du hast Dir ja sogar eines dieser teuren ICAO-Navigationsgeräte von Garmin gegönnt." Mein Fliegerkamerad schmunzelte, erklärte mir aber, daß es sich nicht um ein Garmin GPS Aera bzw. auch nicht um ein Garmin GPSMAP Sytem handeln würde, sondern um ein ganz reguläres Garmin Nüvi Straßengerät. Auf die Frage, daß er sich doch wohl kaum den Weg - also den Straßenweg - im Rahmen der Luftfahrt-Navigation zu Nutze machen könne, klärte er mich auf: Er nutze das Navigationsgerät definitiv nicht für die Luftfahrt, sondern nur zur exakten Standortbestimmung.

"Spätestens im Rahmen der Pilotenprüfung müßtest Du doch gelernt haben, wie Du Deine aktuelle Position anhand der ICAO-Karte oder ggf. auch mit einem GPS-Handgerät bestimmen kannst", erwiderte ich. Doch er verdeutlichte mir seinen originären Anwendungsfall: Da er von Zeit zu Zeit sogenannte Werbebanner-Rundflüge anbietet und dabei zielgenau über einem bestimmten Haus oder entlang einer bestimmten Straßenhausnummer fliegen müsse, helfe ihm das Straßennavigationsgerät sehr wohl.

Als er vor einigen Jahren mit dem Bannerfliegen begonnen hatte, konnte er anhand der ICAO-Karte nicht wirklich feststellen, ob er in einem bestimmen Ort exakt über der gewünschten Straße und Hausnummer entlang geflogen ist. Das sei deshalb so wichtig, weil er des öfteren spezielle Werbebanner mit Hochzeitsanträgen oder mit individueller Firmenwerbung spazierenfliegt. Seine Kunden teilten ihm exakt mit, daß er beispielsweise um 15.00 Uhr, im Ortsteil Ockershausen (Marburg) über der Hermannstraße Nr. 247b fliegen müsse, damit der Heiratsantrag auch gesehen würde. Da auf der ICAO-Karte zwar Marburg, aber weder Ockershausen noch die Hermannstraße verzeichnet sind, schaltet er das Gerät vom Typ Garmin Nüvi in den Leerlaufmodus.
Garmin Nüvi Startbildschirm Garmin Nüvi Kartenansicht
Garmin Nüvi Verwendungsmodus Auto Fahrrad Fußgänger Garmin Nüvi Kartenausrichtung Norden Fahrt 3D
Ob dieser Modus wirklich "Leerlaufmodus" heißt, weiß ich nicht; gemeint ist damit jener Modus, bei welchem das Gerät keine Start-Ziel-Berechnung durchführt, sondern ausschließlich die aktuelle Position anzeigt. Dabei lassen sich die meisten Navigationsgeräte nicht nur in den "Fußgängermodus", sondern mittlerweile sogar in den "Luftfahrtmodus" umschalten, damit das kleine Autosymbol ausgeblendet wird und letztlich nur noch ein Fadenkreuz auf dem Display angezeigt wird. Der Vorteil liegt darin, daß man nun über die Plus- und Minustasten am Gerät die jeweilige Vergrößerung bzw. Verkleinerung für den Kartenausschnitt einstellen kann.

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Da schlußendlich in den meisten Flugzeugen zumindest eine 12-Volt-Stromsteckdose verfügbar ist, kann hierüber das Navigationsgerät mit Energie versorgt werden bzw. dauerhaft in Betrieb bleiben. Die Montage via Saugnapf - ähnlich wie im Auto - ist dann möglich, wenn dadurch nicht das Sichtfeld nach draußen beeinträchtigt wird. Letztlich kann der Saugnapf aber auch an der Seitenscheibe der Cockpittüren installiert werden. Die Idee, mit einem Straßennavigationsgerät in der Luftfahrt die wirklich exakte Position straßengenau bzw. hausnummerngenau zu bestimmen, hatte mich irgendwie fasziniert, zumal brauchbare Navigationsgeräte ab ca. 89,oo Euro im Handel erhältlich sind. Selbstredend gibt es auch teuere Geräte, die über ein Dutzend Sprachen und Stimmvariationen verfügen, doch ausschlaggebend für den höheren Preis sollte vielmehr das größere Display sein. Wichtig ist, daß das Navigationsgerät zumindest im "Leerlaufmodus" arbeitet, das tun 99 Prozent aller Geräte, sowie eventuell über einen "Fußgänger" oder "Luftfahrtmodus" verfügen.


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