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Panasonic Camcorder HC-V808 - Eine erschreckend schlechte Qualität im Kameratest von Pennula

Seit über 25 Jahren arbeitet Pennula mit Camcordern der Marke Panasonic und ist ein treuer Panasonic-Kunde. Bei Panasonic gilt es grundsätzlich zwischen Broadcast- und Consumer-Produkten zu unterscheiden. Wer eine (fast) perfekte Videokamera sucht, darf sich keinen Consumer-Camcorder kaufen. Allerdings gibt es Aufnahmesituationen, in denen eine große Schulterkamera nicht zur Anwendung kommen kann. Für diesen Fall braucht man dann eine kleine, kompakte Kamera. Panasonic bietet seit vielen Jahren eine sehr kompakte Bauform von Camcordern an: Die Modelle sehen sich alle von ihrer äußeren Form her ähnlich und sind sowohl für Hobbyfilmer als auch für semiprofessionelle Anwender dann sehr gut geeignet, wenn man wenig Equipment mit sich herumtragen möchte.

Panasonic Camcorder HC-V808 Kameratest von Pennula


Die Kamera HC-V808 hatte Pennula ausgerechnet deshalb gekauft, weil sie den größten Bildsensor im Bereich der kompakten Consumer-Kameras von Panasonic hat (Sensor: 1/2,5 Zoll BSI MOS). Zudem überzeugte - zumindest in der Theorie - der Filterdurchmesser mit 62 mm. Folglich könnte man sich nun denken: „Großer Sensor und große Optik sollten zu besten Ergebnissen führen“. Außerdem ließ sich Pennula davon verleiten, dass die Kamera nicht nur im Format AVCHD mit ca. 25 Mbit/Sek. aufzeichnet, sondern auch im Format MP4 mit „echten“ 50 Mbit/Sek. Die Kamera hat Pennula bei Amazon bestellt (https://www.amazon.de/dp/B078YCVCF3). Doch nicht nur die Lieferung erfolgte sehr schnell - sehr schnell war auch die Enttäuschung da! Denn die Kamera hatte aber auch rein gar nichts Positives von den zuvor genannten, theoretischen Vorteilen in einem Kameratest unter Beweis stellen können.

Der Kameratest bzw. Kameravergleich von Pennula sah vor,
diese vier Kameras der Marke Panasonic zu testen:

- Panasonic HC-V808 (Sensor: 1/2,5 Zoll BSI MOS), Baujahr 2018
- Panasonic HC-V180 (Sensor: 1/5,8 Zoll BSI MOS), Baujahr 2016
- Panasonic HDC-SD600 (Sensor: 3 x 1/4,1 Zoll CMOS), Baujahr 2010
- Panasonic AG-HVX200 (Sensor: 3 x 1/3 Zoll CCD), Baujahr 2006

Kamera und Test: Panasonic HC-V180, Panasonic HC-V808, Panasonic HDC-SD600 und Panasonic AG-HVX200

Was die Bedienung oder Haptik der Kamera betrifft, so ist dies völlig gleichgültig! Wichtig sind das Ergebnis und die Videoqualität: Hier wurde Pennula maßlos enttäuscht! Während es für die Consumer-Camcorder von Panasonic typisch ist, dass sie einen leichten, minimalen Blaustich haben, weil der automatische Weißabgleich einfach so ab Werk eingestellt ist, liefert die HC-V808 jedoch eine minimale Rotfärbung. Egal ob „Blaustich“ oder „Rotstich“, das läßt sich via Mausklick in der Videobearbeitung sehr gut korrigieren. Aber die Videoaufnahmen der HC-V808 wirken insgesamt blaß, wenig kontrastreich und nicht wirklich gestochen scharf, was der große Sensor und die Werbeversprechen suggerieren. Gerade im direkten Vergleich zwischen AVCHD (25 Mbit/Sek.) und MP4 (50 Mbit/Sek.) ist keinerlei Unterschied festzustellen.

Das Perverse ist, dass der sogenannte „Billig-Camcorder“ von Panasonic, das Modell Panasonic HC-V180 für knapp 160 Euro mit einem Bildsensor von „nur“ 1/5,8 Zoll BSI MOS ein qualitativ gleiches Bild liefert. Wenn man berücksichtigt, dass die gleiche Technik der hier zu bewertenden Kamera HC-V808 auch als Pseudo-UHD-4K-Kamera unter der Modellbezeichnung Panasonic HC-VX11 am Markt verkauft wird, muß man als Verbraucher eigentlich einen „Shitstorm“ gegen Panasonic veranstalten, weil billigste Technik mit nur ausreichenden Qualitätsergebnissen angeboten wird. Dies gilt übrigens auch für die anderen Hersteller Sony, Canon, etc.

Im Kamera-Test von Pennula erzielte die mittlerweile zehn Jahre alte (!) Kamera Panasonic HDC-SD600 ein wesentlich besseres Videobild als die Kamera HC-V808. Während die zehn Jahre alte HDC-SD600 zwar drei Bildsensoren vom Typ MOS nutzt, aber diese nur eine Größe von 1/4,1 Zoll aufweisen, wäre doch zu erwarten gewesen, dass nach zehn Jahren Entwicklungszeit die Kamera HC-V808 mit einer Bildsensorgröße von 1/2,5 Zoll ein Vielfach „besseres“ Videobild liefert. Leider ist dies nicht der Fall.

Wer Pennula kennt, weiß, dass Kameras speziell im Bereich Modelleisenbahnen und Modellbau zum Einsatz kommen. Daher wurde im Test ein kleines Modellauto gefilmt, das sich auf einem Drehteller vor der Kamera bewegt. Absichtlich wurde auf der rechten Seite ein LED-Scheinwerfer montiert, der etwas zuviel Licht auf das Szenario abgegeben hatte, um damit auszuprobieren, wie die vier Kameras im Automatik-Modus mit Licht- und Schatten umgehen. Nachstehend nun Einzelbilder bzw. Standbilder aller vier Kameras. Die Camcorder wurden im sogenannten „Full-Auto-Mode“ genutzt, d.h. Autofokus, automatischer Weißabgleich und keine digitalen Helferlein.

Testbild Nr. 1 der Panasonic HC-V808
Testbild Nr. 1 der Panasonic HC-V808

Testbild Nr. 1 der Panasonic HC-V180
Testbild Nr. 1 der Panasonic HC-V180

Testbild Nr. 1 der Panasonic HDC-SD600
Testbild Nr. 1 der Panasonic HDC-SD600

Testbild Nr. 1 der Panasonic AG-HVX200
Testbild Nr. 1 der Panasonic AG-HVX200

Die Panasonic HC-V808 liefert eine leider mangelhafte Bildqualität. Obgleich die Aufnahmen mit 50 Mbit/Sekunde aufgezeichnet wurden, fällt ein massives Bildrauschen selbst bei ausreichend Licht auf. Die Aussage von Panasonic, dass die Kamera auch bei schlechten Lichtverhältnissen hervorragende Ergebnisse liefern würde, ist ein falsches Werbeversprechen. Die Vermutung, dass ein großer Sensor und eine relativ große Optik zu besten Ergebnissen führen sollten, hat sich leider bei dieser Kamera auch nicht bestätigt. Der Autofokus ist träge und die Follow-Fokus-Funktion versagt völlig.


Die kamerainterne Bildverarbeitung (Bildprozessor) versucht, das Maximum aus der verfügbaren Bildsensorfläche herauszuholen, allerdings gelingt das bei der HC-V808 nicht. Gerade im direkten Vergleich zwischen AVCHD (25 Mbit/Sek.) und MP4 (50 Mbit/Sek.) ist kein Unterschied festzustellen. Der große Bildsensor liefert eine entsprechend große Schärfentiefe, die jedoch durch geringe Dynamik quittiert wird. Insgesamt entsteht letztlich viel Bildrauschen. Starke Farben gemischt mit hohem Kontrast - wie man es für einen Camcorder im Jahre 2019 in Full-HD-Qualität erwartet - generiert die Panasonic HC-V808 leider nicht.

Testbild Nr. 2 der Panasonic HC-V808
Testbild Nr. 2 der Panasonic HC-V808

Testbild Nr. 2 der Panasonic HC-V180
Testbild Nr. 2 der Panasonic HC-V180

Testbild Nr. 2 der Panasonic HDC-SD600
Testbild Nr. 2 der Panasonic HDC-SD600

Testbild Nr. 2 der Panasonic AG-HVX200
Testbild Nr. 2 der Panasonic AG-HVX200

Freilich hat jeder von uns andere Präferenzen an eine Videokamera. Der eine legt viel Wert auf umfangreiche Funktionen, der andere verlangt eine einfache Bedienung, etc. Zumindest für Pennula und seinen Anwendungsbereich hat sich gezeigt, dass die Panasonic Kamera HC-V808 ihr Geld leider nicht wert ist! Wer günstig und gut filmen möchte, also im Hobbybereich, und wer keine Schärfe manuell ziehen muß oder wer keine ND-Filter benötigt, der sollte lieber den wesentlich günstigeren Camcorder Panasonic HC-V180 kaufen.


Panasonic HC-V808EG-K Full HD Camcorder
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Panasonic HC-V180EG-K Full HD Camcorder
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Bildquelle: https://news.panasonic.com


Abgesehen von allen Merkmalen hinsichtlich der Kamerabedienung und Videobildqualität, muß leider auch erwähnt werden, dass die Kamera HC-V808 ausschließlich mit Akkus der Marke Panasonic funktioniert. Ein von „PATONA“ eingesetzter Akku, also ein günstiger Akku eines Drittherstellers, wird von der Kamera nicht akzeptiert: Die Kamera schaltet sich automatisch aus. Dass ein Hersteller, seine eigenen Akkus präferiert und verkaufen möchte, kann Pennula freilich nachvollziehen.

Aber dass der Originalakku laut UVP 110 Euro kostet, während der PATONA Ersatzakku, der sogar über mehr Kapazität verfügt, nur 40 Euro kostet, ist definitiv Wucher seitens Panasonic. Also ein Grund mehr, sich für den günstigeren Camcorder Panasonic HC-V180 beim Kauf zu entscheiden, denn dieser läuft völlig problemlos mit Akkus von Drittherstellern.

Wenn Ihr Pennula für diesen Testbericht danken wollt und Euch nun eventuell auch einen Panasonic Camcorder mit Zubehör kaufen möchtet, dann nutzt bitte die nachstehenden Verweise auf Amazon. Dabei handelt es sich um Partner-Links, so dass Pennula immerhin 1,75 % Provision vom Verkaufspreis als Provision bekommt. Danke!

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